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Zwangsstörungen und zwangsnahe Störungen

Pathologisches Horten

Wenn das Wegwerfen kaum möglich ist und Gegenstände Räume und Lebensqualität einnehmen.

Beim pathologischen Horten fällt es Betroffenen sehr schwer, sich von Gegenständen zu trennen – unabhängig von deren Wert. Bei SONNFELS behandeln wir Horten mit kognitiver Verhaltenstherapie.

Einordnung nach ICD-10F42.8Die ICD-10 kennt keine eigene Diagnose. Pathologisches Horten wird meist unter den sonstigen Zwangsstörungen (F42.8) erfasst.

Pathologisches Horten verstehen

Menschen mit pathologischem Horten sammeln Gegenstände an und können sich kaum davon trennen. Der Gedanke ans Wegwerfen löst starkes Unbehagen aus. Mit der Zeit werden Wohnräume so voll, dass sie nicht mehr wie vorgesehen genutzt werden können.

Häufig fehlt den Betroffenen lange die Einsicht in das Ausmass, während Angehörige stark belastet sind.

Anzeichen und Symptome

Typische Anzeichen:

Gedanken und Gefühle

  • Starkes Unbehagen beim Gedanken ans Wegwerfen
  • Gefühl von Verantwortung für Gegenstände
  • Entscheidungsschwierigkeiten

Körperliche Anzeichen

  • Gesundheitsrisiken durch Unordnung, Staub oder Stolperfallen

Verhalten

  • Ansammeln von Gegenständen
  • Nicht nutzbare Wohnräume
  • Vermeiden von Besuch
  • Konflikte mit Angehörigen oder Vermietern

Warum eine frühe Abklärung wichtig ist

Eine Abklärung klärt:

  • Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden
  • Auslösende und aufrechterhaltende Faktoren
  • Mögliche Begleiterkrankungen wie Depression
  • Körperliche Ursachen, die ärztlich ausgeschlossen werden sollten
  • Bisherige Behandlungen und deren Wirkung
  • Ihre persönlichen Ziele und Ressourcen

Eine gründliche Abklärung ist die Grundlage für eine Behandlung, die wirklich passt.

Auswirkungen auf Beruf, Familie und Beziehungen

Horten betrifft oft das ganze Umfeld:

Wohnen

  • Eingeschränkte Nutzung von Räumen
  • Sicherheits- und Hygienerisiken

Familie

  • Konflikte und Belastung von Angehörigen

Soziales

  • Rückzug und Scham

So behandeln wir pathologisches Horten

Kognitive Verhaltenstherapie ist der empfohlene Behandlungsansatz.

Ein Weg, der zu Ihnen passt

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch, in dem wir Sie und Ihr Anliegen in Ruhe kennenlernen. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt. Die Verhaltenstherapie kennt viele Wege – Exposition mit Reaktionsverhinderung ist nur einer davon. Welche Schritte Sie gehen, bestimmen Sie. Wir begleiten Sie in Ihrem Tempo.

Mögliche Bausteine – je nach Ihrem Plan

  • Motivationsarbeit
  • Training von Entscheidungen und Ordnen
  • Begleitetes Aussortieren – im eigenen Tempo
  • Reduktion des Erwerbens
  • Einbezug Angehöriger
  • Arbeit in der Wohnung vor Ort, wenn gewünscht
  • Bearbeitung lerngeschichtlich relevanter Erfahrungen

Unser Angebot in Adligenswil

Bei SONNFELS behandeln wir Erwachsene ab 18 Jahren in Adligenswil bei Luzern – aus den Kantonen Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden sowie dem südlichen Aargau. Je nach Situation wählen wir gemeinsam die passende Form: regelmässige Psychotherapie, eine konzentrierte Einzel-Intensiv-Therapie oder Prävention. Viele verbinden Sitzungen in der Praxis mit Online-Sitzungen.

Unser Leistungsspektrum

Kontakt aufnehmen

Sie möchten wissen, ob eine Behandlung bei SONNFELS für Sie passt? Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch und klären gemeinsam die nächsten Schritte.

Weiterführende Informationen

Häufige Fragen

Ist Horten eine Zwangsstörung?

Es ist eng mit Zwangsstörungen verwandt. Die ICD-10 kennt keine eigene Diagnose; meist wird es unter den sonstigen Zwangsstörungen (F42.8) erfasst.

Kommen Sie auch nach Hause?

Teile der Behandlung können in der Wohnung stattfinden. Das besprechen wir gemeinsam.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Notfalldienst, die Dargebotene Hand (143) oder im Notfall an 144.

Ein geschützter erster Schritt.

Teilen Sie nur, was sich im Moment richtig anfühlt – ein Name oder Pseudonym und eine Kontaktmöglichkeit genügen.

Frau Martellotta oder Herr Barthel meldet sich innerhalb eines Werktags persönlich bei Ihnen, um Ihr Anliegen zu besprechen. Ein Erstgespräch ist meist schon nach wenigen Tagen möglich.

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