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Was wir behandeln · Komorbiditäten

Begleiterkrankungen

Angst-, Zwangs- und Traumafolgestörungen treten selten allein auf. Begleiterkrankungen berücksichtigen wir von Anfang an – in der Diagnostik und in der Planung der Behandlung.

Begleiterkrankungen – fachlich Komorbiditäten – sind Erkrankungen, die zusätzlich zu einer Angst-, Zwangs- oder Traumafolgestörung bestehen. Sie sind eher die Regel als die Ausnahme: Viele Menschen mit einer Zwangsstörung erleben im Verlauf auch depressive Phasen, und Angststörungen treten häufig gemeinsam mit anderen Belastungen auf.

Für die Behandlung ist das wichtig. Eine Begleiterkrankung kann beeinflussen, welche Schwerpunkte wir setzen, wie die einzelnen Schritte gestaltet werden und welches Tempo sinnvoll ist.

Unser Schwerpunkt bleibt die spezialisierte Behandlung von Angst-, Zwangs- und Traumafolgestörungen. Begleiterkrankungen erfassen wir in der Diagnostik sorgfältig, beziehen sie in die Therapieplanung ein und stimmen uns bei Bedarf mit Psychiatern, Hausärzten sowie weiteren Fachpersonen ab.

Begleiterkrankungen sind kein Ausschlusskriterium – sie gehören zu einer sorgfältigen Behandlung dazu.

  • Gründliche Diagnostik zu Beginn
  • Berücksichtigung in der Therapieplanung
  • Abstimmung mit ärztlichen Fachpersonen
  • Klare Einschätzung, wenn eine andere Behandlung besser passt

Häufige Begleiterkrankungen

Eine Auswahl

Depression

Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Erschöpfung begleiten Angst und Zwang häufig – oft als Folge des ständigen Kampfes.

Depressive Symptome gehören zu den häufigsten Begleiterkrankungen bei Angst- und Zwangsstörungen. Oft entstehen sie als Folge: Wer über lange Zeit kontrolliert, vermeidet und grübelt, verliert Kraft, Freude und Zuversicht.

An dieser Stelle gehen wir nicht ausführlich auf die Depression als eigenständiges Störungsbild ein. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung mit diesem Störungsbild steht ein breites Spektrum an psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter beeinflusst Struktur und Tempo der Therapie.

ADHS – die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – ist eine Störung der Entwicklung, die bei einem erheblichen Teil der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter fortbesteht. Im Erwachsenenalter stehen häufig Schwierigkeiten in der Steuerung der Aufmerksamkeit, der Selbstorganisation und der Regulation von Emotionen im Vordergrund; die sichtbare Hyperaktivität tritt oft hinter eine innere Unruhe zurück.

ADHS tritt deutlich häufiger als zufällig gemeinsam mit Angst- und Zwangsstörungen auf, und beide beeinflussen sich gegenseitig. Zudem können sich die Beschwerden überlagern: Unruhe, Grübeln oder Konzentrationsprobleme können Ausdruck einer Angst- oder Zwangsstörung ebenso wie einer ADHS sein. Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik ist deshalb wesentlich.

Wird eine ADHS festgestellt, berücksichtigen wir sie in der Planung und Gestaltung der gesamten Behandlung.

Persönlichkeitsstörungen

Tief verankerte Erlebens- und Beziehungsmuster – etwa ängstlich-vermeidend oder zwanghaft – prägen, wie Angst erlebt wird.

Persönlichkeitsstörungen beschreiben tief verankerte und dauerhafte Muster im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in der Gestaltung von Beziehungen. Diese Muster zeigen sich in vielen Lebensbereichen, sind wenig flexibel und führen zu Leiden oder deutlichen Einschränkungen – für die Betroffenen selbst und oft auch für ihr Umfeld.

Es gibt unterschiedliche Formen von Persönlichkeitsstörungen, etwa die ängstlich-vermeidende, die abhängige, die zwanghafte, die emotional instabile oder die narzisstische Persönlichkeitsstörung. An dieser Stelle gehen wir nicht auf die sehr hohe Vielfalt der Persönlichkeitsstörungen ein.

Bei ausgeprägten Angst- und Zwangsstörungen sowie bei Traumafolgestörungen ist eine sorgfältige Diagnostik in diese Richtung unerlässlich. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung steht eine breite Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten für Persönlichkeitsstörungen zur Verfügung.

Tics und Tourette

Tics treten gehäuft gemeinsam mit Zwangsstörungen auf und werden bei der Behandlungsplanung mitbedacht.

Tics sind plötzliche, wiederholte Bewegungen oder Laute. Beim Tourette-Syndrom bestehen motorische und vokale Tics über längere Zeit. Tic-Störungen treten gehäuft gemeinsam mit Zwangsstörungen auf – mitunter ist die Abgrenzung zwischen einem Tic und einer Zwangshandlung nicht einfach.

Wir berücksichtigen Tics in der Diagnostik und Therapieplanung. Je nach Ausprägung beziehen wir verhaltenstherapeutische Ansätze ein oder vermitteln an spezialisierte Fachstellen.

Schlafstörungen

Grübeln und Anspannung rauben oft den Schlaf – und schlechter Schlaf verstärkt wiederum die Angst.

Viele Menschen mit Angst- oder Zwangsstörungen schlafen schlecht: Gedanken kreisen, der Körper bleibt angespannt, Rituale ziehen sich in die Nacht. Umgekehrt verstärkt Schlafmangel die Anfälligkeit für Angst und Grübeln.

Wo nötig, beziehen wir bewährte verhaltenstherapeutische Elemente zur Verbesserung des Schlafs in die Behandlung ein – etwa zu Schlafrhythmus, Umgang mit nächtlichem Grübeln und Entspannung.

Sucht und Essstörungen

Als Begleiterkrankung besprechen wir gemeinsam, ob und wie eine Behandlung bei uns sinnvoll ist.

Manche Menschen versuchen, Angst mit Alkohol, Beruhigungsmitteln oder anderen Substanzen zu dämpfen. Auch Essstörungen können gemeinsam mit Angst und Zwang auftreten.

Als Hauptdiagnose behandeln wir Abhängigkeitserkrankungen und Essstörungen nicht. Treten sie als Begleiterkrankung auf, klären wir gemeinsam und offen, ob eine Behandlung bei uns sinnvoll ist, ob sie mit einer weiteren Fachstelle abgestimmt werden sollte – oder ob ein anderes Angebot zunächst besser passt.

Abgrenzung

Was wir nicht behandeln

Wir haben uns bewusst spezialisiert. So können wir bei Angst, Zwang und Trauma in die Tiefe gehen – und sagen offen, wann ein anderes Angebot besser passt.

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Ein geschützter erster Schritt.

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Frau Martellotta oder Herr Barthel meldet sich innerhalb eines Werktags persönlich bei Ihnen, um Ihr Anliegen zu besprechen. Ein Erstgespräch ist meist schon nach wenigen Tagen möglich.

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