Höhenangst – fachlich Akrophobie – gehört zu den spezifischen Phobien; manchmal steht sie auch im Zusammenhang mit einer Agoraphobie oder einem belastenden Erlebnis. Bei SONNFELS klären wir in Ruhe, was dahintersteht, und begleiten Sie in Ihrem Tempo.
Einordnung nach ICD-10F40.2Spezifische (isolierte) Phobie. Höhenangst kann auch im Rahmen einer Agoraphobie (F40.0) oder einer posttraumatischen Belastungsstörung (F43.1) auftreten.
Höhenangst verstehen
Ein mulmiges Gefühl in der Höhe kennen viele Menschen. Bei der Höhenangst ist die Angst jedoch so stark, dass Situationen wie Balkone, Glasaufzüge, Brücken, Leitern, Treppenhäuser oder Bergbahnen gemieden werden – oder nur mit grosser Anspannung zu bewältigen sind.
In der Zentralschweiz, wo Berge, Seilbahnen und Aussichtspunkte zum Alltag und zur Freizeit gehören, kann Höhenangst das Leben spürbar einschränken. Die gute Nachricht: Sie ist sehr gut behandelbar.
Anzeichen und Symptome
Höhenangst zeigt sich auf mehreren Ebenen:
Gedanken und Gefühle
- Angst, zu fallen oder hinunterzuspringen
- Gefühl, das Gleichgewicht zu verlieren
- Erwartungsangst vor Ausflügen oder Terminen in der Höhe
Körperliche Anzeichen
- Schwindel und weiche Knie
- Herzklopfen, Schwitzen, Zittern
- Drang, sich festzuhalten oder hinzusetzen
Verhalten
- Meiden von Balkonen, Brücken und Bergbahnen
- Verzicht auf Ausflüge, Reisen oder bestimmte Arbeitsorte
- Sicherheitsverhalten wie Festhalten oder Wegsehen
Höhenangst spricht meist gut auf Behandlung an – oft schon in vergleichsweise kurzer Zeit.
Warum eine frühe Abklärung wichtig ist
Am Anfang klären wir, was hinter der Angst steht:
- Spezifische (isolierte) Phobie
- Höhenangst im Rahmen einer Agoraphobie oder Panikstörung
- Folgen eines Sturzes, Unfalls oder belastenden Erlebnisses
- Körperliche Ursachen von Schwindel, die ärztlich abgeklärt werden sollten
- Ihre persönlichen Ziele
Daraus entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt.
Auswirkungen auf Beruf, Familie und Beziehungen
Höhenangst betrifft oft mehr, als man zunächst denkt:
Freizeit
- Verzicht auf Bergausflüge und Bahnen
- Eingeschränkte Ferienplanung
Beruf
- Schwierigkeiten mit Arbeitsorten in der Höhe
- Vermeiden von Terminen in Hochhäusern
Familie
- Ausflüge ohne Sie
- Gefühl, nicht mithalten zu können
So behandeln wir Höhenangst
Verhaltenstherapie hilft bei Höhenangst nachweislich. Welche Bausteine Sie nutzen möchten, entscheiden Sie nach der Diagnostik.
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch, in dem wir Sie und Ihr Anliegen in Ruhe kennenlernen. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt. Die Verhaltenstherapie kennt viele Wege – Exposition ist nur einer davon. Welche Schritte Sie gehen, bestimmen Sie. Wir begleiten Sie in Ihrem Tempo.
Mögliche Bausteine – je nach Ihrem Plan
- Psychoedukation: Was bei Höhenangst im Körper geschieht
- Neuer Umgang mit Schwindel und Körperempfindungen
- Abbau von Sicherheitsverhalten
- Übungen in der Vorstellung oder in realen Situationen – wenn Sie das möchten
- Konzentrierte Sitzungen, etwa als Einzel-Intensiv-Therapie
- Bearbeitung lerngeschichtlich relevanter Erfahrungen
- Rückfallprophylaxe
Ziel ist, dass Sie Orte und Erlebnisse, die Ihnen wichtig sind, wieder geniessen können – vom Ausflug auf den Pilatus bis zum Balkon zu Hause.
Unser Angebot in Adligenswil
Bei SONNFELS behandeln wir Erwachsene ab 18 Jahren in Adligenswil bei Luzern – aus den Kantonen Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden sowie dem südlichen Aargau. Je nach Situation wählen wir gemeinsam die passende Form: regelmässige Psychotherapie, eine konzentrierte Einzel-Intensiv-Therapie oder Prävention. Viele verbinden Sitzungen in der Praxis mit Online-Sitzungen.
Kontakt aufnehmen
Sie möchten wissen, ob eine Behandlung bei SONNFELS für Sie passt? Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch und klären gemeinsam die nächsten Schritte.
Häufige Fragen
Ist Höhenangst überhaupt behandelbar?
Ja. Höhenangst lässt sich sehr gut behandeln. Viele Menschen erleben schon früh eine spürbare Entlastung.
Muss ich in der Therapie auf einen Berg?
Nein. Welche Schritte Sie gehen möchten, entscheiden Sie. Es gibt verschiedene Wege – wir finden gemeinsam den, der zu Ihnen passt.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Notfalldienst, die Dargebotene Hand (143) oder im Notfall an 144.











