Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach sehr belastenden oder bedrohlichen Erlebnissen entstehen. Bei SONNFELS behandeln wir die PTBS mit traumafokussierter kognitiver Verhaltenstherapie – strukturiert, behutsam und in Ihrem Tempo.
Einordnung nach ICD-10F43.1Posttraumatische Belastungsstörung – gehört zu den Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen (F43).
Die posttraumatische Belastungsstörung verstehen
Unfälle, Gewalt, schwere Krankheit, Verluste oder andere bedrohliche Ereignisse können das Sicherheitsgefühl tief erschüttern. Bei einer PTBS bleibt das Erlebte „nicht vergangen“: Erinnerungen drängen sich auf, als würde es gerade wieder geschehen.
Typisch sind drei Bereiche: Wiedererleben, Vermeidung und eine anhaltende Übererregung. Die Beschwerden können direkt nach dem Ereignis oder auch verzögert auftreten.
Anzeichen und Symptome
Typische Anzeichen einer PTBS:
Gedanken und Gefühle
- Sich aufdrängende Erinnerungen und Bilder
- Albträume
- Schuld- und Schamgefühle
- Gefühl der Entfremdung
- Anhaltende Angst oder Reizbarkeit
Körperliche Anzeichen
- Schreckhaftigkeit
- Schlafstörungen
- Anspannung und erhöhte Wachsamkeit
- Körperliche Reaktionen bei Erinnerungen
Verhalten
- Vermeiden von Orten, Menschen oder Gesprächen
- Rückzug
- Konzentrationsprobleme im Alltag
Warum eine frühe Abklärung wichtig ist
Nach belastenden Erlebnissen ist es oft schwer einzuschätzen, ob die Reaktionen noch „normal“ sind. Eine fachliche Abklärung schafft Klarheit:
- Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden
- Auslösende und aufrechterhaltende Faktoren
- Mögliche Begleiterkrankungen wie Depression
- Körperliche Ursachen, die ärztlich ausgeschlossen werden sollten
- Bisherige Behandlungen und deren Wirkung
- Ihre persönlichen Ziele und Ressourcen
Eine gründliche Abklärung ist die Grundlage für eine Behandlung, die wirklich passt.
Auswirkungen auf Beruf, Familie und Beziehungen
Eine PTBS wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus:
Beruf
- Konzentrationsprobleme
- Erschöpfung durch Schlafstörungen
- Absenzen
Familie und Partnerschaft
- Reizbarkeit und Rückzug
- Schwierigkeiten mit Nähe
Soziales
- Vermeiden von Anlässen
- Gefühl, nicht verstanden zu werden
So behandeln wir die posttraumatische Belastungsstörung
Traumafokussierte Psychotherapie ist die Behandlung der ersten Wahl bei PTBS.
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch, in dem wir Sie und Ihr Anliegen in Ruhe kennenlernen. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt. Die Verhaltenstherapie kennt viele Wege – Exposition ist nur einer davon. Welche Schritte Sie gehen, bestimmen Sie. Wir begleiten Sie in Ihrem Tempo.
Mögliche Bausteine – je nach Ihrem Plan
- Stabilisierung und Psychoedukation
- Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie
- Bearbeitung belastender Erinnerungen – in Ihrem Tempo
- Arbeit an Schuld, Scham und Bewertungen
- Bearbeitung lerngeschichtlich relevanter Erfahrungen
- Traumaspezifische Arbeit mit jüngeren Anteilen
- Rückkehr in vermiedene Lebensbereiche
Die Behandlung erfolgt Schritt für Schritt. Sicherheit und Stabilität stehen am Anfang.
Unser Angebot in Adligenswil
Bei SONNFELS behandeln wir Erwachsene ab 18 Jahren in Adligenswil bei Luzern – aus den Kantonen Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden sowie dem südlichen Aargau. Je nach Situation wählen wir gemeinsam die passende Form: regelmässige Psychotherapie, eine konzentrierte Einzel-Intensiv-Therapie oder Prävention. Viele verbinden Sitzungen in der Praxis mit Online-Sitzungen.
Kontakt aufnehmen
Sie möchten wissen, ob eine Behandlung bei SONNFELS für Sie passt? Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch und klären gemeinsam die nächsten Schritte.
Weiterführende Informationen
- Pro Mente SanaBeratung und Informationen zu psychischer Gesundheit in der Schweiz
- Die Dargebotene Hand – Telefon 143Rund um die Uhr erreichbar, anonym
Häufige Fragen
Muss ich in der Therapie alles erzählen?
Nein. Sie bestimmen, was und wann Sie erzählen. Die Behandlung wird sorgfältig vorbereitet.
Kann eine PTBS auch Jahre später auftreten?
Meist beginnen die Beschwerden innerhalb von sechs Monaten nach dem Ereignis. In Einzelfällen können sie auch deutlich später auftreten.
Ist eine PTBS behandelbar?
Ja. Traumafokussierte Therapien zeigen gute Wirksamkeit.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Notfalldienst, die Dargebotene Hand (143) oder im Notfall an 144.











